1968 in Brilon geboren, in Brunskappel aufgewachsen
1984-1987 Abitur am Städtischen Gymnasium Winterberg
1991-1996 Grafik-Designstudium an der Fachhochschule
Münster, Examen bei Prof. Troschke
1993-1999 Studium an der Kunstakademie Münster bei
Ingrid Roscheck, Prof. Jochen Zellmann, Prof. Udo Scheel
1996 Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster
1997 Meisterschüler
1999 Akademiebrief
1999 Wohn- und Arbeitsstipendium Wertingen
1993-2000 Mitarbeit im Atelier Limited,
Werkstatt für künstlerische Druckgrafik in Münster
seit 2001 Lehrtätigkeit für Druckgrafik an der Kunstakademie Düsseldorf
2002 City Prize, International print Triennal Graphica Creaative Finnland
Wilhelm-Fabry-Föderpreis
2003 Stipendium Stiftung Künstlerdorf Schöppingen
art fair, Köln mit Raab Galerie
2005 ?Magdalena's Laundry?, Raab Galerie Berlin
seit 2006 Lehraufträge am Fachgebiet Grafik und Malerei Philipps-Universität Marburg
2007 ?so zaertlich ist die Nacht? Raab Galerie Berlin
Kunstmesse Karlsruhe
Weinheimer Kultursommer, Kunsthaus Klueber
Art Fair Mallorca
Aenne Burda Charity, Offenburg
2008 Messe Karlsruhe
lebt und arbeitet in Düsseldorf
Es gibt Künstler mit Sinn für ein leichtes, humorvolles Auf-
blitzen in den Arbeiten, ihre Werke überraschen durch Phantasie
und Frische. Markus Lörwald gehört zu diesen Künstlern,
hinzu kommt bei ihm Hintergründigkeit. Geben wir es zu: Wer sieht nicht
gern einen schön gemalten Akt? Aber kann man ihn dann
ins Wohnzimmer hängen?
Dem begegnet Markus Lörwald mit einer weiteren Attacke:
Magdalenas Laundry handelt nicht nur vom Akt, sondern
auch von Unterwäsche. Das ist eine Falle. Denn die fein
gemalten Gemälde Lörwalds, die mit Sicherheit und Finesse
entstandenen Zeichnungen und Radierungen sind so beschaffen,
daß man gar nicht auf die Idee käme, sie aus dem Wohnzimmer
zu verbannen. Man kann sich beim Anblick der Werke erfreuen,
nachsinnen, an die schönsten Akte der Kunstgeschichte
denken - oder völlig abstrakt harmonische Farben und malerisch -
zeichnerische Qualität genießen, die der Wahrnehmung neue
Nahrung geben, den Gedanken freien Lauf. Erotik erlangt in den
Werken wieder den eigentlichen Sinn, Eros als Ursprung der
Welt, als Schöpfungsakt. Man erkennt sehr schnell, daß Eros
in den Werken Lörwalds nichts mit Pornographie oder der
politisch korrekten Forderung zu tun hat, den Körper vor Miß-
brauch zu schützen. Dazu muß man sich nur die Werke ansehen,
nicht wegsehen aus Angst, sie könnten vielleicht doch im
Wohnzimmer anecken. Man stelle sich vielmehr Schieles
Aktzeichnungen neben den Werken Lörwalds vor, deren Schönheit
anrührt, bei aller Radikalität, die Schiele in seinem Werk zu eigen war.
Und schon sind wir bei einem anderen Streitpunkt der Moderne:
Ist Schönheit denn noch ein Thema, haben wir nicht andere Probleme?
Etwas an Lörwalds Bildern ist anders als die Schönheit von Vogue Models.
Wie in der großen Tradition der Aktmalerei beschwören sie die eigne Zeit herauf,
geben sie Zeugnis von Schönheit in ihrer Schicksalshaftigkeit und Gegen-
sätzlichkeit zum Tod. Will man sich ein Bildnis von Schönheit und Eros machen,
muß man unter die Oberfläche gehen, hinter der Leinwand Gedanken ausforschen,
die auch ein carpe diem, memento mori einschließen.
De Sade und Schiele, Bataille und Balthus haben hier das zeitgemäße Antlitz geprägt ,
ohne das alte verblassen zu lassen. Schönheit als Januskopf, als Gedankengebäude
mit abstrakten und gegenständlichen Zügen bleibt für Markus Lörwald und den
Betrachter seiner Werke ein unerschöpfliches Thema.
(Ingrid Raab)
Ausstellungen ( Auswahl)
1996
Kunst der Region, Tecklenburg, Große Kunstausstellung Nordrhein-Westphalen,
Kunstpalast Düsseldorf, Internationale Biennale der Grafik und Zeichnung,
Muzeum Archidiecezjlne, Katowice, Dialog,
Goethe Institut, Kunstakademie Stockholm,
Internationale Triennale für Druckgrafik, National Center of Fine Arts, Kairo
1997
Förderpreisausstellung der Kunstakademie Münster,
Städtische Ausstellungshalle am Haverkamp,
1998
Internationale Grafikbiennale - Handbuch der Editionen,
Internationale Triennale für Druckgrafik, Sofia, Bulgarien, Tallinn Druckgrafik
Biennale, Estland
1999
Bielefelder Kunstverein im Lessinghaus,
Große Kunstausstellung München, Haus der Kunst,
Zirkelschlag, Druckgrafik aus Münster, Kunstkreis Cloppenburg,
Ausblicke - Neue Generationen,
Nationale der Zeichnung, Augsburg, Zwischen Realität und Abstraktion,
Zeitgenössische Druckgrafik, Universität Anadolu, Eskissehir,
2000
Galerie Epikur, Wuppertal, Städtische Galerie Wertingen,
Rotariale, Europäische Biennale für Grafische Kunst, Brüssel,
Gewagt? Kunst zwischen Erotik und Pornographie,
Ausstellung des Bund Bildender Künstler, Oldenburg
2001
Kunstverein Augsburg, Holbeinhaus, Mike Karstens Grafik, Münster,
Städtische Galerie Kaarst, Galerie en Uitgeeverij, Slingenberg, Niederlande,
10 Jahre Galerie Epikur, Wuppertal
2002
Graphica Creative, Internationale Druckgrafiktriennale,
Jyvaeskyylae Art Museum, Finnland,
Sammlung des Kunstvereins Augsburg zu Ehren von Stefan Vogel,
Holbeihaus, Augsburg
2003
Magdalena's Laundry, Raab Galerie Berlin; ARCO Madrid, Raab Galerie Berlin
Jahresgaben, Museum Ratingen
Artfair Köln, Raab Galerie Berlin
2004
Galeria Deposito, Madrid ; Städtische Galerie, Hilden
Druckgrafik, Raab Galerie Berlin
2005
graphische Akte und Akte auf Leinwand (Katalog), Raab Galerie
Mike Karstens Grahpics, Münster
Galerie en Uitgeverij Hein Elfering, Niederlande
2006
Teilnahme an der Art Karlsruhe
Tischgesellschaften, Raab Galerie Berlin
Druckgrafik, Raab Galerie Berlin
Teilnahme an der CiGe, Beijing
2007
Teilnahme Große Kunstausstellung NRW, Kunstpalast Düsseldorf
So zärtlich ist die Nacht , Raab Galerie
Teilnahme an der Art Kartsruhe, One-Man-Show
Teilnahme Art Cologne Palma de Mallorca
2008
Teilnahme an der Art Karlsruhe
30 Jahre Raab Galerie Berlin