Ein Wanderer zwischen den Welten
Der italienische Maler und Bildhauer Roberto Barni schaut mit seinen
Kunstwerken ironisch in eine Welt, die ihre Vergangenheit in Museen
bewahrt und sich doch gleichzeitig in der Gegenwart zerstört.
Seine Werke versuchen eine Balance zu halten zwischen dieser Ironie und
Melancholie.
In seinen Skultpturen steht ein Baum für alle Wälder, ein Hirsch für die
Fauna, ein Mensch für alle Völker.
Und so wie die Erde sich dreht, findet man auch zu Barnis Werken von
allen Seiten Zugang. Es gibt kein oben, unten, kein falsch ? sondern nur
verschiedene Wege der Betrachtung.
Die Figuren in seinem Werk balanzieren fragil aufeinander, stehen sich
schaukelnd gegenüber, sitzen in einem Boot, stehen auf Messers Schneide oder
einer trägt die Last des anderen. In Barnis Schöpfungsgeschichte sind die
Protagonisten aufeinander angewiesen, ohne unselbständig zu sein, reflektieren
und regen Reflektion an.
Mit einem faszinierenden Zeichen-Vokabular sind sie Barnis stilles Bekenntnis,
das nur die Kunst zu neuen Welten führt
(Katja Wiehagen)