Abstrakte Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.
(Paul Klee)
Und so werdenin den Bildern von Markus Blattmann eher meditative
Versenkungen sichtbar, als expressive Gesten. Eine Wanderung durch
Erinnerungen und Emotionen, die schichtenweise auf der Leinwand oder
der Pappe festgehalten werden, ergänzt durch Frottagen und Collagen.
Hier entsteht eine Wechselwirkung zwischen bewußter und unbewußter
Rezeption. Wir folgen dem Künstler in einen erdbeerroten Dschungel oder
ein Blütenmikado in dem sich plötzlich Oasen aus grün, gelb oder blau öffnen.
Wer hat Angst vor rot-gelb-blau? Wer hört Zahlen, wer sieht Musik?
Selten geben uns die Titel einen Halt, eher könnte es sein, daß diese uns noch
zusätzlich irreführen und so provozieren.
Es ist somit eine spirituelle Aufgabe, diese Malerei und unsere Seele in Einklang
zu bringen.
(Katja Wiehagen) www.raab-galerie.de