QIN, FENG

1961      geboren in Xinjiang, China
1985      Abschluss des Kunststudiums am Shandong Art Institut
1985-90 unterschiedliche Arbeiten in Verlagen und Universitäten
1996 Umzug nach Berlin
1997 Kurator im Auftrag der Stadt Berlin für die Ausstellung
Sino-German Cultural Exchange

1998 Umzug nach Boston, USA

Lebt und arbeitet in China, Deutschland und den USA

Qin Feng sagt über sich "I have an ink complex". Es ist eine Hass-Liebe,
eigentlich will er mit ganz anderen Materialien arbeiten, Installationen
schaffen, in den 80er Jahren chinesische Avant-Garde sein. Chinesische
Tuschemalerei galt bei den jungen Künstlern Chinas als zu traditionell,
unmodern und langweilig. Doch die Tusche schleicht sich immer wieder in
Qin Feng's Herz, zu lange hat sie in der modernen Kunst einen Dorn-
rößchenschlaf halten müssen.

Qin Feng nutzt seine Ausbildung in traditioneller chinesischer Kalligraphie
Für seine Arbeit, auch er malt Natur, Leben und das Universum auf spirituelle
Weise; aber hinzu kommen seine Reiseerfahrungen, seine Offenheit und ein
expressiver Malstil.
Ungestüm werden lange Bahnen von feinstem Papier mit Tusche bemalt, wieder
abgewaschen, einzelne Streifen herausgerissen, Initialen geprägt, Zeichen
über Zeichen, Papier über Papier gesetzt, um so zu einem Werk zu gelangen,
daß die Tradition nicht verleugnet, sondern sie eint mit dem Zeitgeist.
Qin Feng's jüngstes Projekt sind "CivilizationLandscapes" - bemalte Papier-
bahnen, als Leporello gefaltet und in Leinen gebunden. Gefaltete Landschaften,
Gedanken und Ideen, die man unter dem Arm mit sich herumtragen kann.

Bereits 1998 hat die Raab Galerie in einer Einzelausstellung Werke von
Qin Feng gezeigt und wir freuen uns nach sechs Jahren auf seine neuen Werke
und auf ihn. 

Seit 2007 hat der Künstler in Beijing ein eigenes Museum das MOCA, in dem
die erste Ausstellung von Frau Ingrid Raab kuratiert wurde.

(Katja Wiehagen)

Raab Galerie . Fasanenstr. 27 . 10719 Berlin  . www.raab-galerie.de