ARMANDO

Zu den Ordnungsprinzipien des traditionellen Weltbildes der

Antike gehören die beiden Urqualitäten >Trocken< und

>Feucht< (aktiv) und >Kalt< und >Warm< (passiv). Aus ihrer

Kombination ergeben sich die eigentlichen Elemente Erde,

Feuer, Luft und Wasser. In der Analogiereihe steht das

Element Erde mit dem Herbst, der schwarzen Galle, der Milz

(im engl. spleen!) und der Bleifarbe in Korrespondenz,

woraus sich das Temperament des Melancholikers ergibt.

Ergänzt wird das Schwarz durch die symbolische Gleichsetzung

der vier Elemente mit den geometrischen Körpern aus Platos

"Timaios", wo es heißt: "Der Erde wollen wir die Gestalt des

Würfels zuweisen, denn sie ist das unbeweglichste und

bildsamste Element...dem Wasser hingegen geben wir von den

übrigen Gestalten die am schwersten bewegliche (den

Ikosaeder), dem Feuer die am leichtesten bewegliche (den

Tetraeder) und der Luft die mittlere (den Oktaeder) ..." Anläßlich seines bevorstehenden 70. Geburtages zeigt Armando

(1929 in Amersfoort geboren) seine gerade entstandenen sehr persönlichen Melancholie-Bilder in der Raab Galerie und da "Erde Metall erzeugt" werden gleichzeitig Bronzen des

Künstlers ausgestellt. Nochmals möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, daß

anläßlich der Eröffnung der Ausstellung des Schweizer

Designers Ted Scapa am Donnerstag, d. 24. September Armando

mit seinem Quartett in den Räumen des Raab Interni

Einrichtungshaus auftritt. (siehe beigelegten Pressetext). Sie sind gern zu beiden Abenden herzlich eingeladen. (Katja Wiehagen) www.raab-galerie.de